Geschichte

Vor- und Frühgeschichte

Die ersten Ansiedlungen stammen aus der Mittel- und Jungsteinzeit (8000 bis 1800 v. Chr.). Dies belegen Funde bei Attenfeld wo Siedlungsgruben, Keramik, ein Steinbeil und Scherben freigelegt wurden. Ausgrabungen von 1949 zeigen, dass auch in Bergheim zur Jungsteinzeit (4000 . 2000 v. Chr.) eine Siedlung vorhanden war. Ein Hockergrab und Siedlungsgruben wurde aus der Frühbronzezeit (1800 bis 1600 v. Chr.) am „Geißbuck“ (Steinbruch) freigelegt.

Die Gemeinde Bergheim

Die Gemeinde Bergheim liegt sieben Kilometer nordöstlich von der Kreisstadt Neuburg an der Donau, an der Straße die von Neuburg nach Ingolstadt führt. Sie besteht aus den drei ehemals selbstständigen Gemeinden Attenfeld (mit Igstetter Hof), Bergheim (mit Hennenweidach) und Unterstall (mit Straßwirt).

Attenfeld

Attenfeld ist der kleinste Ortsteil Bergheims, auf drei Seiten von Wäldern umgeben, idyllisch in den sanften Hügeln und Ausläufern des Fränkischen Jura gelegen. Zur Entstehung des Namens Attenfeld gibt es zwei Versionen, die eine leitet den Namen von „Odinsfeld“, also das Feld des Odin, die andere Version von „Attafeld“, der Väter Feld ab. Welche letztendlich richtig ist, dürfte kaum noch zu beweisen sein. Urkundlich wurde Attenfeld erstmals im Urbar des Marschalls von Pappenheim 1214 unter dem Namen Attenvelt genannt.

Bergheim

Der größte Ort der Gemeinde, dessen Name auch bei der Gebietsreform beibehalten wurde, liegt direkt an der Donau, auf leichten Hügeln inmitten fruchtbarer Äcker und Wiesen. Der Ortsname kommt von Perkhaimb = Heim der Berge. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bergheim zwischen 1182 und 1195 n. Chr.. Bergheim gehört seit ältester Zeit zu Neuburg und teilte viele Jahrhunderte das Schicksal des pfalz-neuburgischen Landvogtamtes.

Unterstall

Der Ort liegt in einer Senke, ist an drei Seiten von den Juraausläufern umgeben und ist im Südosten von der Donau begrenzt. Zur Entstehung des Ortsnamens gibt es zwei Versionen, die eine leitet Unterstall von „Unterer Burgstall“ ab, die andere Version besagt, dass der Name von dem germanischen Wort „stal“ abgeleitet wird, was soviel wie „untere Wohnstätte“ bedeutet und als Erklärung auch wahrscheinlicher ist. Urkundlich ist Unterstall erstmals 1179 als Besitz des Eichstätter Domkapitels erwähnt.

VG Neuburg

Die Verwaltungsgemeinschaft Neuburg mit Sitz in Neuburg besteht aus den Gemeinden Bergheim und Rohrenfels. Mit Einrichtung dieser Verwaltungsgemeinschaft konnte die politische Selbstständigkeit beider Gemeinden beibehalten werden, da beide Gemeinden die geforderte Mindestgröße von 1.800 Einwohnern pro Gemeinde nicht erreichten. Die Gemeinde Bergheim besteht seit dem 1.5.1978 aus den drei ehemals selbstständigen Gemeinden Attenfeld (mit Igstetter Hof), Bergheim (mit dem Weiler Hennenweidach) und Unterstall.

Eine detaillierte Chronik der Gemeinde Bergheim liegt in der Verwaltungsgemeinschaft bereit.